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STIFTUNGEN

Geld bekommen

200 neue Teilnehmer im STUDIENKOMPASS

200 Schülerinnen und Schüler aus Berlin, Erfurt, Frankfurt/Main, Frankfurt/Oder, Hamburg, Köln und Mannheim wurden jetzt in Berlin neu in das Förderprogramm STUDIENKOMPASS aufgenommen. Sie stammen in erster Linie aus Elternhäusern ohne akademische Erfahrungen.

Aktuelle Statistiken, darunter die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2008“, belegen, dass der Anteil der Studierenden aus dieser Gruppe im Vergleich zu ihren Altersgenossen aus Akademikerfamilien deutlich geringer ist.

Mit dem STUDIENKOMPASS bieten die Accenture-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) den Jugendlichen eine dreijährige persönliche Förderung und professionelle Studienorientierung. Ziel ist es, sie für ein Studium zu motivieren.

Die Förderung beginnt zwei Jahre vor dem Abitur. Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in den ersten beiden Hochschulsemestern beraten und unterstützt. Damit wollen die Stiftungen gezielt der hohen Abbrecherquote entgegenwirken.

Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG, wies auf die besondere Bedeutung von Bildung hin: „Deutschland hat es versäumt, seine Bevölkerung mit entsprechender Bildung und Ausbildung für die Globalisierung fit zu machen.“ Verbunden mit dem Gefühl abnehmender Chancengerechtigkeit sei das ein Hauptgrund für das sinkende Vertrauen der Menschen in Freiheit, Demokratie und sozialer Marktwirtschaft. „Deshalb liegen uns Bildung und Chancengerechtigkeit so am Herzen, und deshalb werden wir uns künftig im STUDIENKOMPASS noch stärker engagieren“, so Ackermann.

Sukhdeep Singh Arora, Schüler aus Frankfurt/Main, brachte es so auf den Punkt: „Der Erfahrungsaustausch mit STUDIENKOMPASS-Trainern und anderen Teilnehmern hat mich in meinem Plan, nach dem Abitur ein Studium zu beginnen, bestärkt. Aus meinem zögerlichen ‚Uni - Vielleicht?’ ist schon ein entschiedenes ‚Uni - Ich will!’ geworden.“



„Deutschland kann es sich nicht leisten, auf die Talente und Fähigkeiten junger Menschen zu verzichten", erklärte Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA): „Das Förderprogramm STUDIENKOMPASS hat gute Chancen, zu einem Best-Practice-Modell am Übergang von Schule zu Hochschule zu werden."

460 Bewerbungen waren in den sieben STUDIENKOMPASS-Regionen eingegangen. Aus ihnen wurden die 200 neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt. Insgesamt nehmen nun 375 Jugendliche am Programm teil.

  • Initiiert wurde der STUDIENKOMPASS im Jahr 2007 von der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Regionale Förderer und Partner sind unter anderem der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, die EWE AG, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung. Der Aufbau weiterer Standorte ist geplant. Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan.

    Info unter www.studienkompass.de und www.sdw.org.

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Sonntag 20.05.2012